Was soll ich mit 500 Sedcards?

Wenn man Sedcards im Offset-Druck drucken lässt, ist die Mindestabnahmemenge häufig 500 Stück. Models fragen mich dann manchmal: Was soll ich denn mit so viel?

Darauf gibt es zwei Antworten: Zum einen ist es bei Offsetdruck egal, ob 100 Karten oder 500 Karten gedruckt werden. Die Kosten sind die selben. Das liegt daran, dass der Hauptanteil der Kosten durch das Herstellen der Druckplatten entsteht. Wenn es also preislich keinen Unterschied macht, kann man auch gleich 500 Karten drucken lassen.

Auf der anderen Seite sind die Sedcards ein Einweg-Artikel. Das heißt, sie werden von den Modelagenturen an Fotografen und Auftraggeber verschickt und verbleiben dort. Im günstigsten Fall hebt sie der Fotograf noch eine Zeitlang auf. Die Agentur bekommt sie aber nicht zurück, braucht also ständig neue Karten, um weitere Anfragen bedienen zu können. Wenn ein Model also durch mehrere Agenturen vermittelt wird, kommt schon ein ordentlicher Bedarf zusammen.

Andererseits ist es aber auch so, dass nach einem halben Jahr, spätestens nach einem Jahr der Wunsch nach einer neuen Setcard wächst, da neues Material entstanden ist, das auch auf der Karte gezeigt werden soll oder sich der Typ des Models leicht verändert hat. Daher ist es nur selten sinnvoll, 1000 oder 2000 Exemplaren zu drucken.

Einsteigern in das Model-Business gebe ich den Rat, mit dem Druck der Sedcard erst noch ein wenig zu warten. Ganz am Anfang, wenn man erst zwei oder drei Shootings hinter sich hat, ist es noch nicht zwingend erforderlich, eine professionell gedruckte Setcard zu haben. Das ist auch der Ausdruck auf einem Farblaserdrucker oder Tintenstrahldrucker ausreichend.

Weitere Informationen:

Sedcard FAQ: Fragen, Antworten und Tipps